Das KulturGut44 verbindet Geschichte, Kultur und Gemeinschaft unter einem Dach. Das denkmalgeschützte Gutshaus wird zu einem offenen Ort für Veranstaltungen, Begegnungen und kreative Ideen. Dabei bleiben die historischen Spuren des Hauses sichtbar, während zugleich neue Räume für Austausch und gemeinschaftliches Miteinander entstehen. Ziel ist es, einen lebendigen Ort zu schaffen, der im Kiez verwurzelt ist und Menschen zusammenbringt.
Geschichte
General Christian Dietrich von Röbel lässt das Gutshaus errichten. Gemeinsam mit der Dorfkirche bildet es über Jahrhunderte das Zentrum Hohenschönhausens.
Mit dem Verkauf an den Kaufmann Adam Ebersbach geht das Gutshaus aus adligem in bürgerlichen Besitz über.
Neue Eigentümer gestalten das Haus grundlegend um. Ein repräsentatives Treppenhaus entsteht, viele Räume erhalten neue Funktionen.
Mit dem Wachstum Berlins verändert sich auch Hohenschönhausen. Gerhard Puchmüller modernisiert das Gutshaus umfassend und prägt sein repräsentatives Erscheinungsbild.
Paul Schmidt, Erfinder der modernen Taschenlampe und Gründer von DAIMON, zieht ins Gutshaus ein. Neue Wohnräume entstehen, das Haus wird Teil der Berliner Innovationsgeschichte.
Nach dem Verkauf an die Stadt Berlin fungiert das Gutshaus als Kinderkrippe, Kindergarten, Kinderheim, Klinik und später Geburtsklinik.
Nach dem Ende der klinischen Nutzung steht das Haus lange leer. Ehrenamtliche setzen sich dafür ein, es wieder ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.
Mit dem Erwerb durch NEUES BERLIN beginnen Sanierung und denkmalgerechte Restaurierung. Das Haus wird als Ort für Begegnung, Kultur und Veranstaltungen neu belebt.
Vom Rittergut zum Dorfmittelpunkt
Als das Gutshaus Ende des 17. Jahrhunderts entstand, war Hohenschönhausen noch ein kleines Dorf. Gemeinsam mit der benachbarten Kirche bildete das Herrenhaus das Zentrum des Ortes. Das Haus war zugleich Wohn- und Verwaltungssitz, hier lebten die Gutsherren, wurden Entscheidungen getroffen und die Entwicklung des Dorfes über Generationen geprägt.
Zwischen Dorfidylle und Großstadt
Als Carl August Georg Scharnweber Mitte des 19. Jahrhunderts Gutseigentümer und Landrat des Kreises Niederbarnim war, begann sich die Region spürbar zu verändern. Neue Verkehrswege wurden geschaffen, Straßen ausgebaut und die Anbindung an Berlin verbessert. Das Gutshaus erlebte mit, wie aus dem ländlich geprägten Hohenschönhausen allmählich ein Ort wurde, der immer enger mit der wachsenden Hauptstadt verbunden war.
Die Zeit der „Schlossbabys“
Viele Menschen in Hohenschönhausen verbinden mit dem Haus ganz persönliche Erinnerungen. Nach seiner Nutzung als Kinderheim und Klinik wurde es über Jahrzehnte als Geburtsklinik geführt. Mehr als 10.000 Kinder kamen hier zur Welt. Für zahlreiche Familien gehört das ehemalige Gutshaus deshalb bis heute zur eigenen Lebensgeschichte.
Das KulturGut44 und
NEUES BERLIN
Mit dem KulturGut44 erhält das historische Gutshaus eine neue Aufgabe. NEUES BERLIN hat das Gebäude übernommen, um es langfristig zu erhalten und für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Während das KulturGut44 Raum für Veranstaltungen, Begegnungen und kulturelle An-gebote bietet, sorgt die Genossenschaft für den Erhalt und die Weiterentwicklung des Hauses. So werden Geschichte und Gegenwart unter einem Dach miteinander verbunden.






